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Tja, man soll es eben nicht beschreien... Dieses Mal ist unser Wochenende buchstäblich ins Wasser gefallen. Aber mal schön von Anfang an.

Aufgrund von Michaels gutem Kontakt zur französischen Tractor Pulling Szene waren wir für die Wochenendveranstaltung nach Bernay in der Normandie, ca. 150 km nordwestlich von Paris, als Gaststarter eingeladen worden. Ähnlich wie in Krumbach gibt es auch dort eine sehr schöne Naturtribüne. Das eigentlich Coolste an Bernay ist jedoch die Nachtveranstaltung von Samstag auf Sonntag.

Aufgrund der langen Strecke und der Bequemlichkeit halber hatten wir diesmal neben dem LKW ein Wohnmobil dabei. Besonders eine eigene Toilette kann manchmal Gold wert sein. Diesmal waren wir auch wieder zu sechst: Natürlich Michael und Saskia, Christian und meine Wenigkeit sowie mein Bruder Felix und unser "teameigener" Elektroniker Sylvio von der Firma Motortech, der wir die elektronische Zündanlage des Flying Hawk zu verdanken haben.

  

Startpunkt war ein Rasthof bei Bottrop Freitag Mitternacht. Von da ging es geschlossen Richtung Frankreich.

    

Bei so vielen Fahrern und wenig Verkehr kamen wir prima durch und schnurrten schon Samstag um 11 Uhr aufs Wettkampfgelände in Bernay. Nachdem wir unseren Platz bezogen, alles aufgebaut und die deutschen und französischen Kollegen begrüßt hatten war erstmal pennen angesagt.

Das Programm für diesen Tag sah zunächst die Two Wheel Drive Klasse vor, die vom Aussehen her Dragstern ähneln. Danach kam der Eurocup der 3,5t Super Stocks und als krönender Abschluss ab 22.30Uhr die 4,5t Klasse der freien Traktoren, sprich Michael mit dem Wild Hawk. Wahrscheinlich hatten sich darauf auch die meisten der von weit her angereisten Gäste gefreut.

   

So weit sollte es allerdings gar nicht kommen. Gerade zu Beginn des Finales der Super Stocks begann es wie aus Eimern zu gießen. Schnell wurden die Bahn und die Traktoren abgedeckt. Viele Gäste hielten auch noch eine ganze Weile durch, doch nachdem es sich so richtig einzuregnen begann, gab schließlich auch der Veranstalter auf - Rain out. Wir versuchten das Beste daraus zu machen, aber nachdem wir zurück im Lager aufgeladen hatten verzogen wir uns doch etwas geknickt in die Kajüten.

Am nächsten Morgen zur Fahrerbesprechung dann die Erleichterung: Die 4,5t Klasse sollte gleich zu Beginn nach dem noch ausstehenden Finale der Super Stocks nachgeholt werden. Insgesamt waren 14 Traktoren gemeldet, von denen 13 auch antraten. Die Mehrheit teilten sich die Franzosen (Ouragan II, L`Aspirateur, Flash Power und Le Redoutable) und Holländer (Simply Irresistible, Lambada, Whispering Giant und Green Spirit) vor den Deutschen (Green Fighter, Iwan und uns) sowie dem Fox aus Dänemark und dem Baby Duck aus Belgien.

Nach einem Full Pull vom Baby Duck im Test wurde der Bremswagen noch einmal nachgeladen. Wahrscheinlich wollte man zu viele Starter im Finale verhindern, um das Programm nicht noch weiter zu verzögern. Dementsprechend schaffte auch kein einziger Starter einen Full Pull mehr. Dennoch zogen die Teilnehmer vor uns ganz beachtliche Weiten in den 90ern. Währenddessen zog es jedoch schon wieder mächtig zu. Gerade als wir als 11. starten wollten, fing es wieder zu nieseln an. Aber nochmal zurück wollten die Jungs nicht. Also: Anschmeissen, anhängen und ab. Noch vor dem Start merkte Michael jedoch, dass der rechte Motor zu fett lief und im Stand jede Menge Methanol spuckte. Dementsprechend kam er auch ncht richtig auf Drehzahl, so dass sich der Wild Hawk schließlich bei 62,53m dem Bremswagen geschlagen geben musste.

Bis dahin hatte sich der Regen auch dermaßen verstärkt, dass die Veranstaltung wieder unterbrochen werden musste. Also wieder im Eiltempo zurück ins Lager. Eine kurzer Pause der Sintflut wurde dann genutzt, um die letzten beiden Starter auch noch anhängen zu lassen. So landeten wir dann auf dem 10. Platz, mit Lambada, Green Spirit und Simply Irresistible auf dem Treppchen.

Doch danach war Land unter. Schließlich musste auch der Veranstalter Emile Fontaine kapitulieren und erklärte die Veranstaltung als beendet. Wir ließen uns Zeit mit dem Packen und Aufladen, waren jedoch schon 16.30 Uhr fix und fertig zur Abfahrt. Und so ging es mit einer ausgedehnten Pause zum Abendessen und Schlafen durch strömenden Regen wieder heimwärts. Sogar eine ausgewachsene Windhose haben wir auf dem Weg gesehen! Morgens um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein rollten wir dann auf den Rasthof bei Bottrop, von wo aus sich das ganze Team wieder nach hause verteilte.

Und obwohl das Wochenende viel zu kurz und Christian ein bisschen geknickt war, dass er den Kleinen vor dem französischen Publikum nicht herzeigen konnte, ist Krumbach ja nicht mehr weit..

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. Juli 2009 )
 
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